Identität schaffen

Ein Raum allein macht noch keine Gemeinschaft aus. Gemeinsame Werte schaffen Identität.

Was hat Co-Living für einen Einfluss auf die Gemeinschaft  oder die Gesellschaft?

„Womöglich ist das Bedürfnis nach konventionellen Wohnformen – selbst im Zeitalter der Individualisierung – größer, als wir vermuten, und der Einfluss dadurch vor allem relevant für die Kreativbranche.“

Markus Frenzl

„Co-Living ermöglicht es der wachsenden Zahl von Singles (Jung und Alt), eine Form von gemeinsamem Alltag zu leben, den früher die Familie bereitgestellt hat. Damit wirkt es dem wachsenden Phänomen sozialer Vereinzelung entgegen und fördert das Gefühl gesellschaftlichen Zusammenhalts.“

Ilka Ruby

„Da Co-Living vor allem nach innen gerichtet ist, ist der gesellschaftliche Einfluss gering. Bezogen auf die (Wohn-) Gemeinschaft wirkt sich vermutlich vor allem positiv aus, dass es sich um eine homogene Bewohnerschaft handelt, was das Zusammenleben und den persönlichen wie fachlichen Austausch erleichtert.“

Moritz Fedkenheuer

„Im Gegensatz zu organisch gewachsenen Wohngemeinschaften und Familien ist Co-Living tendenziell organisiert, moderiert oder kuratiert von Dritten. Einfluss auf das gemeinschaftliche Wohnen hat auch die kommerzielle Ausrichtung der Projekte. Nicht nur die Betreiber, sondern auch die Bewohner haben neben dem zentralen Wohninteresse eine Gewinnerzielungsabsicht.“

Hans Drexler

„Der Einfluss auf die Gemeinschaft oder Gesellschaft variiert – je nachdem, wie das Co-Living-Konzept umgesetzt wird. Im besten Fall macht es die Gesellschaft offener, toleranter und durchmischter, im schlechten Fall homogener und geschlossener.“

Johanna Meyer-Grohbrügge

„Co-Living kann die physische Kontaktaufnahme vereinfachen. Was hat die Gesellschaft für einen Einfluss auf Co-Living?“

Stefan Breit

2019-12-17T09:18:09+00:00